Thursday, July 7, 2011

Neues Familienmitglied angekommen!

Liebe Leser/innen!

Endlich ist unser neues Familienmitglied angekommen! Anya wurde am 8. Juni geboren und ist mittlerweile schon einen Monat alt! Sie hat sich rasch und gut hier eingewoehnt und mittlerweile ist sie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken! Elias beschrieb sie kuerzlich als 'wunderhuebsche, unschuldige kleine Herzensbrecherin', Lance laessst sie nicht aus den Augen wenn wir aus dem Haus sind, und ich vermisse sie, wenn sie einmal laenger als zwei Stunden schlaeft :)



Unsere ersten Familienfotos - Lance hatte sichtlich kein Interesse daran! :)

Tuesday, April 12, 2011

Kompost-Wiederverwertung

Es kann ganz schön herausfordernd sein, hier im Norden Humus durch Kompostieren von pflanzlichen Bestandteilen zu gewinnen:

Eine der Herausforderungen ist die kurze Vegetationszeit mit sonnenarmem, kühlem und trockenem Klima.

Eine weitere Herausforderung hatte ich aufgrund von Lance's Gewohnheit, Alles zu fressen das auch nur den geringsten Nährwert hat.

Und schlussendlich tun sich auch einige unserer wilden Nachbarn (Vögel und Mäuse) gern gütlich an den Überresten von Gemüse und Obst.


Maus-Bewohner im Kompost

Die erste Herausforderung meisterte ich mittels Kompost-Hügeln, auf die ich Gurken und Zucchini pflanze: die Feuchtigkeit beschleunigt den Verrottungsprozess und die resultierende Wärme beschleunigt ihrerseits das Wachstum der Pflanzen.

Lance konnte ich weitgehend vom Kompost fern halten, indem ich Kompost-Rahmen baute.

Aber Vögel und Mäuse müssen wir wohl weiter erdulden – ein kleiner Preis für das Vergnügen, sie in der Nachbarschaft und – besonders für Mäuse – draußen zu wissen!

Friday, February 18, 2011

Inmitten von Tier-Kindern

Wie Lance ja berichtete, hatten wir die vergangenen Monate einen schreiberischen Winterschlaf eingelegt. Was er noch nicht so wirklich weiß – obwohl wir es ihm immer wieder sagen - ist, dass er ab Sommerbeginn nicht nur mehr Verantwortung, sondern auch einen Spielgefährten haben wird.

In guter Gesellschaft, und in der Zeit wenn auch unsere wilden Nachbarn ihren Nachwuchs zur Welt bringen, erwarten wir zu Sommerbeginn ein neues Familienmitglied.

Ich werde es vorerst hierbei belassen, zumal ich noch nicht so genau weiß, wie viel von diesem einzigartigen Erlebnis ich im Blog mitteilen will. Was mich jedoch dazu veranlasst, die Neuigkeit hier zu verkünden, sind eure Rückmeldungen und Nachrichten zu früheren Artikeln beziehungsweise zum Mangel an neuen Einträgen. Danke!!!

Tuesday, February 15, 2011

Winterschlaf, adieu!

By Lance



Es ist schon eine Ewigkeit her, seit jemand etwas im Blog geschrieben hat. Und da kein Anderer es tut, habe ich mich der Sache angenommen.

Unser Leben ist ruhig, kalt, weiß und betriebsam. Nun ja, mein Leben ist nur ruhig, kalt und weiß. Meine Menschen sind die meiste Zeit des Tages betriebsam mit ihren täglichen Verrichtungen und Handwerksarbeiten. Meine Beschäftigungen beschränken sich auf essen, das Grundstück kontrollieren (wobei das schneller geht, je kälter es ist) und schlafen, viel schlafen!


Schau, ich kann einfach nicht mehr schlafen!

Da die Sonne (nach drei Monaten) nun endlich wieder auf unserem Grundstück zu sehen ist, scheint Manuela auch wieder motivierter zu sein, Fotos zu machen. Hier sind einige Fotos, die sie gestern bei minus 40 Grad gemacht hat.







Und nun zu mir: Der Schnee hat einige signifikante Effekte auf mich und mein Leben. Zum Einen wächst mein Winterfell auch zwischen meinen Zehen, was sehr angenehm ist, solange ich auf trockenem Schnee laufe. Wenn ich aber ich Matsch stapfe, friert das Wasser zwischen meinen Zehen und das schmerzt! Das Beste was ich in solch einer Situation tun kann, ist nach drinnen zu gehen und das Eis weg zu lecken.


Lance's Winterpfoten

Und noch etwas stört mich am Schnee: Es ist so schwierig, halbwegs brauchbare Stöcke zu finden! So verlagerte ich meine Anstrengungen in meiner Not darauf, sogenannte 'Wegmarkierer' zu benutzen. Diese langen Stöcke wachsen direkt neben dem Weg und sind sehr einfach zu ernten. Leider sah Manuela den Sinn meiner Tat nicht und verlangte von mir, meine Beute aufzugeben. Hier kannst du zwei Wegmarkierer neben mir liegen sehen, sowie einen, der noch steht.


Lance, der Täter!

So, das reicht für einen Tag. Nun brauche ich doch ein Nickerchen.

Wednesday, December 22, 2010

Sonnenwende



Der Vollmond geht über schneebedeckten Bergen auf

Sein kaltes Licht wird von glitzerndem Neuschnee reflektiert

Atemlose Stille einer kalten Winternacht erwartet uns

Hundepfoten knirschen in tiefem Schnee

Wir kommen zur Feuerstelle

Erwarten Wärme

Klamme Finger entzünden ein Streichholz

Die Flammen züngeln zaghaft

Wir kommen näher

Endlich fühlen wir die Wärme

Die Flammen konsumieren das Holz

Uralte Erinnerungen werden wach; verbinden uns mit Menschen die die Wärme des Feuers suchen; jetzt, in der Vergangenheit und in der Zukunft

Das Leben ist gut

Saturday, December 4, 2010

Still und Unbewegt: Fluss gefroren

Der Yukon Fluss bei Green Creek fror gestern, 3. Dezember, um etwa 15 Uhr.

Nach sieben Monaten, in denen wir ständig all das offene Wasser sahen, das in unaufhörlicher Bewegung war und eine Vielzahl an Geräuschen verursachte, erscheint uns die plötzliche weiße Stille der nun unbewegten Eisschollen ungewöhnlich.

Wir waren jedoch sehr aufgeregt, dem Schauspiel bewohnen zu können, als der Eis-Stau Green Creek erreichte.


Eis stoppt in Green Creek

Die bewegungslose Stile des Flusses ist auch charakteristisch dafür, wie wir den Winter erleben: außer der Häher-Familie und dem Meisen-Schwarm die regelmäßig unser Vogelhaus besuchen, sowie unseren Eichhörnchen-Nachbarn, die ständig in Bewegung zu sein scheinen bietet unsere Umgebung wenig Abwechslung. In Folge, und weil ich doch manchmal etwas Abwechslung fürs Auge brauche, starre ich gelegentlich Elias und den Hund an, wenn im Haus herum wuseln. Lance macht das nichts aus, aber Elias ist nicht sonderlich erfreut über mein offensichtliches Interesse an seinen Aktivitäten.


Nicht viel Bewegung, aber trotzdem nett anzusehen: meine Familie!


Der gefrorene Fluss bietet uns auch eine neue Freiheit: wir können wieder auf dem Fluss reisen! In wenigen Wochen wird es uns möglich sein, unsere Post aus Raven abzuholen, frische Eier zu kaufen und andere Leute zu treffen – nach mehr als zwei Monaten der Abgeschiedenheit.

Wednesday, December 1, 2010

Minus 30 Grad - Tendenz sinkend

Es ist kalt und es soll noch kälter werden. Heute morgen maßen wir minus 30 Grad Celsius. Der Fluss ist ziemlich laut - Eisschollen schaben aneinander und am Ufer entlang, während die Strömung sie langsam flussabwärts trägt. Das Eis stoppt vielleicht bald - bei dieser Kälte nicht unwahrscheinlich - was den Zeitpunkt markiert, den wir als 'Freeze-up' (dt. zufrieren) bezeichnen.


Das Thermometer das die Flut von 2009 überlebte