Friday, May 2, 2014

Yukon-Fluss: Eis bricht auf!

In den vergangenen Wochen lagen die Temperaturen tagsüber über dem Gefrierpunkt. Der Schnee schmilzt, das Eis auf dem Fluss wurde langsam weich und porös und gestern brach es dann endlich auf.

Wir hatten den Fluss den ganzen Tag beobachtet, aber es war nicht viel passiert. Erst als Anya und ich am Abend, so gegen 19 Uhr beim Tisch saßen, und ich ein Grollen vernahm. Ich sah aus dem Fenster als sich das Eis auf dem Fluss zu bewegen begann. Ich schnappte Anya und wir riefen Gaetan zu, dass der Fluss in Bewegung sei und dann rannten wir alle zum Flussufer.

Hier sind einige Fotos von der Zeit vor, während und nach dem Aufbrechen des Eises:

1. Eisdecke noch weitgehend intakt.
Überfließendes Wasser am Ufer entlang, Wasserstand steigt langsam,  29.4.2014, 13 Uhr
 
2. Eis gerade aufgebrochen. Wasser bewegt sich scheinbar schwerfällig, Eisschollen schaben gegeneinander, Wasserstand steigt rasch,
1.5.2014, 20 Uhr


3. Eis wurde am Ufer entlang "abgelagert", Wasserstand ist am sinken, Wasser fließt unbehindert, 2.5.2014 - 7.30 Uhr


Monday, April 28, 2014

Schneeschmelze südlich der Arktik

Wohin wir auch blicken, sehen wir Wasser - mehr und mehr Wasser: Im Bach unter dem Eis, im Fluss über dem Eis und auf dem Grundstück in Pfützen. Sogar Moskitos sind wieder zur Stelle.
Wasser über dem Flusseis, 27.4.2014

Anya: Spaziergang mit Stock, 27.4.2014

Unter dem Eis am Bach, 27.4.2014

Friday, April 25, 2014

Pelziger Freund: Schneeschuhhase

Sie ist ein Schneehase und heißt Antonia. Und sie darf Anya überall hin begleiten: Beim Wasser holen, beim schlafen und natürlich beim Milch trinken!
Anya & Antonia,, 23.4.2014

Tuesday, April 22, 2014

Vorbereiten auf die Gartensaison

Obwohl die Schneedecke noch immer sehr dick ist und die Zugvögel, die langsam in ihre Sommer-Gefilde vordringen, noch sehr spärlich fressen denken wir - wie auch unsere gefiederten Nachbarn - bereits an den Sommer: Anya sagt immer wieder "Es wird bald Sommer sein" (Von wem sie das wohl gehört hat?), Gaetan holt schnell noch einige Baumstämme per Schneemobil aus dem Wald, bevor die Wege schneefrei sind, und ich bereite mich - kräftig unterstützt von Anya - auf die Gartensaison vor: Wir ziehen Pflanzen im Haus vor. Und gestern fertigten wir einige Blumen- (oder Gemüse-) Kisten, die wir im südseitigen Eingangsbereich platzieren wollen.

Blumenkisten bauen, 21.4.2014

Thursday, April 17, 2014

Osterhasen füttern?

Gestern bekamen wir von unseren Nachbarn eine Oster-Lieferung frischer Lebensmittel. Als wir den Salat zubereiteten, fragte Anya, ob sie welchen essen könne. Ich sagte ihr, dass wir die äußeren Blätter weg geben, weil sie schon welk sind und schlug vor, dass sie sie nach draußen legen könne und vielleicht würde ein Hase kommen um sie zu fressen. Dann machte ich den Fehler, den Osterhasen zu erwähnen ("Vielleicht frisst sogar der Osterhase deinen Salat"). Nun sieht Anya ständig nach, ob sie den Osterhasen erspähen kann.

Salat für den (Oster-)Hasen, 16.4.2014

Ausflug auf dem gefrorenen Yukon Fluss

Wir machten kürzlich einen Familienausflug per Schneemobil. Anya reiste dabei vor mir auf dem Schneemobil und sie war bei mir "angeschnallt" sodass sie nicht vom Fahrzeug rutschen konnte. Vor ihr war ein Polster (mit Wärmeflasche) befestigt, falls ich mal bremsen müsste, oder sie einschlafen würde (was ich auch jedes Mal gelang).

Unser Internet funktionierte die vergangenen Wochen nur sporadisch. Gaetan hat nun aber den Fehler gefunden, behoben und wir sind wieder online - hoffentlich ohne weitere Probleme.

Vor drei Tagen wurde es dann auch endlich warm und die Temperatur stieg über den Gefrierpunkt. Nun taut es fröhlich vor sich hin und Anya und ich machten ein Picknick, gefolgt von einer Schneeballschlacht.

Schneeballschlacht, 14.4.2014

Picknick, 13.4.2014

Zeichnen im Schnee, 8.4.2014

Anya, Gaetan und Manuela, 22.3.2014

Wednesday, March 5, 2014

Wäsche waschen * im Schnee * bei minus 15 Grad

Es versprach ein schöner Tag zu werden. Ich hoffte, am Nachmittag würden sich sonnige minus 8 Grad ausgehen. Am Vorabend bereits stellte ich knapp 50 Liter Wasser auf den Ofen, damit es über Nacht warm werden konnte. Am Morgen jedoch verkündete Gaetan, dass er nach Eagle fahren würde. Er schlug vor, die Wäsche gleich zu waschen, damit er dich Generator-Aufsicht übernehmen konnte. Gesagt, getan. Ich zog Anya (und mich selber) warm an, nahm meine extra-langen Gummihandschuhe und das Waschpulver mit nach draußen, holte vom Nebenraum die schmutzige Bettwäsche und wir richteten die Waschmaschine her für den Betrieb. Wir maßen minus 15 Grad.

Die Waschmaschine steht bei uns auf dem überdachten Bereich vor dem Lagerraum. Im Haus haben wir nämlich zum Einen keinen Platz dafür und zum Anderen haben wir ohnehin keine Abwasserleitungen im Haus. Ich wischte die Waschmaschine aus - ein paar Tannennadeln finden immer ihren Weg in die Waschtrommel - und holten das warme Wasser aus dem Haus: Erst transferierte ich das heiße Wasser von Töpfen in einen 20-Liter-Eimer, den ich dann raus und um das halbe Haus herum zur Waschmaschine schleppte. Im Gesamten verbrauchte ich für die Operation (Waschen und Spülen) 120 Liter oder 6 Eimer Wasser. Anya inspizierte Wasser, Wäsche und Waschtrommel genauestens.

Als das Wasser, das Waschmittel und die Wäsche in der Waschmaschine waren, startete Gaetan den Generator. Die Waschmaschine summte ganz kurz, und dann passierte weiter gar nichts. Nach drei vergeblichen Versuchen während derer ich mich fragte, was ich wohl mit der nassen Wäsche und dem Wasser machen würde, wechselte Gaetan zum großen Generator. Und der schaffte es endlich, die Waschmaschine mit all ihren gefrorenen Teilen und Schmiermitteln in Gang zu setzen.

Nach dem Waschgang musste ich die Waschmaschine auf "Leerlauf" schalten und die einzelnen Wäschestücke raus nehmen und auswringen. Anya war während der gesamten Operation sehr brav und spielte mit einem Holzbrett "rutschen". Ich vergewisserte mich, dass sie ihre Handschuhe an hatte, damit wir nicht mit Holzsplittern zu kämpfen haben würden.

Als ich dann das Wasser aus der Waschtrommel ablassen wollte, stellte sich heraus, dass der Schlauch blockiert war - wahrscheinlich war Wasser darin gefroren. Also schöpfte ich meine 120 Liter Wasser von der Waschtrommel in einen Abwassereimer und trug den dann weg zum Entleeren. Spülen war genau die selbe Prozedur wie Waschen, problemlos wenn auch anstrengend. Als auch das erledigt war und das Wasser wieder in der Wildnis war, gingen Anya und ich noch Frischwasser holen, bevor wir uns ins Haus begaben, um die Bettwäsche aufzuhängen. Nun tropft es hinter mir und ich frage mich, ob ich wohl jemals eine Waschmaschine mit Schleuderfunktion haben werde, oder ob ich damit zu viel vom Schicksal verlange.
Wäsche waschen, 5.3.2014
 
Wäsche trocknen, 5.3.2014